heute zum ersten mal diese woche wieder zeit/lust mich in ruhe hinzusetzen und ein paar zeilen zu schreiben -> wieso ich um diese uhrzeit zugang zum internet hab, fragt ihr...
- hast du dienst?
- stiehlst dus wieder netz vom nachbarn ?
- hast du plötzlich genug geld dir eins zu leisten ?
- können kraken syndaktylie haben ?
- wie schmeckt ein nektarini ?
ums aufzulösen - man lässt mich wieder auf ein kind aufpassen und nach einigem herumprobieren hab ich den key fürs wlan doch noch herausgefunden (das geburtsdatum des kindes vergess ich jetzt sicher mein lebtag nicht mehr) und ich kann endlich den geistigen müll einer ganzen woche auf einmal loswerden - hurra
samstag:
ich glaub ich krieg halsweh
sonntag:
ich hab halsweh - ich glaub ich werd krank
montag:
so ähnlich könnte sich der beginn von krank doch anfühlen, oder ? ins krankenhaus muß ich trotzdem -> chirurgie/anästhesie-praktikum steh ja auf dem programm und man will ja nicht am ersten tag fehlen -> ausweis geholt , auf die station gehüpft, niemand weiß von uns, prof. meint "kummts murgn wieda" -> sinnvoller tag
dienstag:
jetzt ist schon wirklich fast krank - nichtsdestotrotz auf 6c - von einer assistenzärztin, die irgendwo zwischen bsoffn und eingeraucht gewirkt hat, mit den worten "bei uns is eh wuascht, wos mochts" empfangen worden -> das kann ja heiter werden
also umgezogen, einen persönlichen assistenten ausgefasst und in den schockraum gehüpft - war ganz funky, bei einer epiduralanästhesie mit 20 anderen leuten zugeschaut und schön langsam das gefühl bekommen in einer mischung aus zoologischem garten und geschützter werkstatt gelandet zu sein -> lauter vollkoffrige, geistesgestörte leute, die aber einen gewissen unterhaltungswert haben
nach einiger zeit, dann mit dem zugeteilten anästhesisten in den op weitergetrottet und dort schwester gespielt -> juhu - ich durfte propofol, esmeron und dipidolor spritzen, eine infusion anhängen, mir wurde erklärt, was ein bair-hugger ist und ich hab eine temperatursonde in die nase gelegt ohne die lamina cribrosa zu perforieren -> nach so vielen neuen aufgaben und eindrücken, musste ich mich erst einmal beruhigen und nahm einen kräftigen schluck aus dem flachmann des operateurs um wieder runter zu kommen - die restlichen 5 stunden waren dann noch öder, aber dafür auch noch eiskalt ...
mittwoch:
jap, das ist definitiv krank - kein krankenhaus für mich
donnerstag:
krank is oasch - johnboy bleibt daheim- wieso hat k. einen geschirrspüler und ich nicht ?
freitag:
schaas - krank und daher kein antritt bei gyn -> neuer zeitplan um nicht die bierwette zu verlieren muß her
samstag aka heute:
nicht mehr ganz so krank -> da wochenende sowieso kein krankenhaus, hab ich im prinzip frei -> rockt -> ein top edäpfelgulasch zum mittagessen und am nachmittag ein wenig lesen/schreiben/denken, dann einen sprung zu o. und nach ewig langem parkplatzsuchen hier am ort des sittens angekommen -> passwort gefunden, weblog hingefetzt, dem singenden strongman mariusz pudzianowski und seinem bruder zugehört (liedtitel wurde mir vorher aus dem polnischen übersetzt - ich hab ihn vergessen - es war auf alle fälle nennen wirs mal etwas "unmännliches") und jetzt werd ich endlich das konzept fürs lichen-paper schreiben und mich irgendwann wieder melden